Berichte

Die aktuelle Andacht

„Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jegliches nach seiner Art.“ (Genesis1,25)

Hatte Martin Luther Haustiere? Aber natürlich! Sein kleiner Spitz hieß „Tölpel“ – ein Name mit Augenzwinkern und offenbar viel Zuneigung. Hunde waren für Luther die „treuesten Begleiter“. Und überhaupt: Tiere hatten es ihm angetan. Im Kleinen Katechismus schreibt er 1529: „Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen.“ Mensch und Tier gehören zusammen. Wir sind Teil einer großen Schöpfungsgemeinschaft. Von Gott gewollt. Von Gott gut gemacht. Der Mensch trägt – Mann und Frau gleichermaßen Ebenbild Gottes – besondere Verantwortung. Aber ohne die Tiere? Wäre die Welt ziemlich still. Und ziemlich langweilig. Luther wusste das. Und er hatte Humor. Er liebte Fabeln – Geschichten, in denen Tiere ziemlich menschlich auftreten. Bei ihm wird die Angst zur Schlange. Das Schuldgefühl zum Affen. Ein übergroßes Ego? Ein feistes Schwein. Und das schlechte Gewissen? Ein kläffender Hund, der einem ständig in die Hacken beißt. In seinen berühmten Tischreden – also beim Essen, mitten im Leben – erzählte Luther solche Bildergeschichten. Gedanken, die erst ein Lächeln hervorrufen – und dann hängenbleiben. Zum Beispiel dieser Satz:„Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über Dein Haupt fliegen, kannst Du nicht ändern. Aber dass sie Nester in Deinem Haar bauen, das kannst Du verhindern.“ Wie gut das tut. Sorgen sind da. Damals wie heute. Sie flattern über einenhinweg, manchmal einganzer Schwarm. Aber man braucht ihnen keinen Dauerwohnsitz bieten. Den Schwarm auf Abstand halten. Weitergehen. Vertrauen, dass Gott mitgeht. Und vielleicht – ganz lutherisch gedacht – an der Seite eines „treuesten Begleiter“. Zumindest aber begleitet vom festen Vertrauen, dass wir in Gottes guter Schöpfung nicht alleineunterwegs sind.

Das wünsche ich Euch und Ihnen
Eine fröhliche Osterzeit!
Christoph Heil, Pfarrer

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